Aktuelles

Nachschau zum Weltgebetstag

|   News aus Maschen

Weltgebetstag am 6. März 2020 Maschen feierte wieder im Kirchen- Gemeindehaus, diesmal zugunsten der Frauen in Simbabwe mit dem Thema „Steh auf und geh!“

Immer am ersten Freitag im März wird der Weltgebetstag gefeiert. Frauen in über 100 Ländern weltweit bereiten Gottesdienste vor und machen sich stark für die Rechte von Frauen und Mädchen, so auch in Maschen. Eine Gruppe von 11 sehr engagierten Frauen unter Leitung von Sabine Schulz hat in einigen Nachmittagen und einer Generalprobe einen bewegenden Gottesdienst organisiert. Leider war dann der Gemeindesaal der Friedenskirche in der Horster Landstraße nur mäßig gefüllt!

 

Dabei hieß das Motto: Steh auf und geh! Ein Bibeltext aus Johannes 5 zur Heilung eines Kranken. Im Mittelpunkt standen Berichte aus dem südafrikanischen Land Simbabwe und Erzählungen über Jesu Wirken aus der Bibel. „Steh auf! Nimm deine Matte und geh!“, sagt Jesus zu einem Kranken. Diese Aufforderung gilt allen. Gott öffnet damit Wege zu persönlicher und gesellschaftlicher Veränderung. Die Situation in dem krisengeplagten Land im südlichen Afrika ist alles andere als gut. Gerade Frauen sind benachteiligt und rechtlos. Mit seiner Projektarbeit unterstützt der Weltgebetstag Frauen und Mädchen weltweit.

 

Simbabwe, das ehemalige Rhodesien, mit den größten vorkolonialen Steinbauten im südlichen Afrika, wurde seit der Unabhängigkeit 1980 aus englischer Herrschaft von Robert Mugabe (*1924) als Staatschef regiert, seit 2017 nach einem Putsch von seinem ehemaligen Vertrauten Emmerson Mnangagwa. Ein vermeintlicher Neuanfang, denn Korruption und Vetternwirtschaft gehen weiter, die Einnahmen aus den Diamantenminen fließen weiter in die Taschen der Generäle. Hunger, Arbeitslosigkeit, Energieknappheit und Binnenflucht prägen die Situation. Als 2019 die Menschen auf der Straße protestierten, schossen die eingesetzten Soldaten scharf. Die Enttäuschung der Menschen ist groß. - Heute bekennen sich gut 90% zum Christentum (Apostolisch 33%, Pfingstgemeinden 17%, protestantisch 16%, katholisch 10%, weitere 8%). In den letzten Jahren engagierten sich die Kirchen immer mehr für Gerechtigkeit. Sie schlossen sich zusammen, um einen Wandel in Gesellschaft und Politik voranzutreiben und einen nationalen Dialog über die Zukunft des Landes zu moderieren.

 

Die Feier in Maschen zum Weltgebetstag bot Gelegenheit, Simbabwe und seine Bevölkerung näher kennenzulernen. Zu Beginn gab es eine Landesvorstellung mit beeindruckenden Bildern sowie Schilderungen über das schwere Leben im Land. Doch auch schwungvolle Lieder wurden von „unseren“ Frauen gemeinsam mit den Gästen gesungen. Für verbesserte Lebensbedingungen der Menschen wurden Gebete gesprochen. Zum Abschluss gab es noch ein reichhaltiges Buffet mit kulinarischen Spezialitäten nach Rezepten aus Simbabwe, frisch zubereitet von den Frauen unserer Gruppe. Das dekorativ aufgebaute Angebot schmeckte allen prima beim gemeinsamen Gespräch. Es war wieder ein einfühlsam und schwungvoll gestalteter Abend! Unsere sehr engagierten Damen fanden bei den Besuchern große Anerkennung! - Im Montagstreff am 09. März wurde der Gottesdienst in verkürzter Form wiederholt und fand dankbare Teilnehmer!

Rolf Wißmann  (Technische Unterstützung WGT Maschen)

 

Zurück